Ansprechende Leistungsschau beim Frühjahrskonzert

Bester Besuch und sehr gefällige musikalische Leistungen prägten das Frühjahrskonzert bei uns in Grafenschlag. Es zeigte sich wieder einmal, wie leistungsfroh unsere Musikkapelle ist und der zahlreiche Besuch erwies, daß dies von unserer Bevölkerung, aber auch den Musikkameraden aus dem Bezirk Zwettl entsprechend geschätzt wird.

Vor allem moderne Programmpunkte hatte Kapellmeister Josef Hofbauer für das heurige  Frühjahrskonzert in Grafenschlag vorbereitet, bei dem Orchester und Dirigent wieder erprobte
Leistungsfähigkeit und besondere Musikalität unter Beweis stellen konnten. Ein mitreißender holländischer Konzertmarsch, „Ad Fontis“ von Harm Evers, machte den Anfang. Dann nahm Vereinsobmann Franz Gretz die Begrüßung vor und nannte in erster Linie
Bürgermeister Engelbert Heiderer, die Hausherrin Dir. Beate Kolm und Bezirksstabführer Gerhard Klopf als Vertreter der BAG Zwettl im NÖ Blasmusikverband. Ebenso herzlicher Willkommensgruß galt Ehrenobmann Rudolf Adensam mit Gattin und dem ehemaligen Musiker und aktiven Komponisten Erich Weber mit Familie. Aus der Nachbarschaft und dem Bezirk waren etliche Kapellen vertreten, so zahlreich und charmant die Stadtkapelle Allentsteig, aber auch Traunstein, Rappottenstein, Ottenschlag, Großgöttfritz und Waldhausen.

Obmann Franz Gretz nahm den Dank vorweg, der den Musikern und Musikerfrauen galt. Besonders nannte diesmal Obmann Gretz stellvertretend für mehrere Musiker mit langem Anreiseweg zu Proben und Aufführungen Josef und Melanie Steininger, Hannes Frühwirth und Rudolf Dornhackl.

Durch das Programm führte umfassend Dr. Martin Scheikl, der die Musiker, mit dabei erstmals Trompeter Michael Hahn als jüngstes Vereinsmitglied, und die Aktivitäten vorstellte und in origineller Weise die Geburtsjahre der gespielten Komponisten zum Anlaß nahm, um Geschehnisse aus der Ortsgeschichte in Erinnerung zu rufen. Dabei spannte sich der
Bogen von der Errichtung des Prangers im 17. Jahrhundert über den Erwerb des Musikgewerbes durch Johann Gerstbauer im Jahre 1925 bis zu Anschaffungen der Feuerwehr in denSechzigerjahren.

„Band Power“ von Gilbert Tinner gab dem Orchester reichlich Möglichkeit, konzertantes Gestalten zu beweisen. Ein ganz geschickt auf modern „auffrisierter“ Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ war nächster Programmpunkt. Der Wiener Musik ist die Polka „Gass’lfahr’n“ von Josef Franz Wagner zuzuordnen.

Seitens des NÖ Blasmusikverbandes nahm Bezirksstabführer Gerhard Klopf die Ehrung verdienter Musiker vor. Er betonte, dass man in der Bevölkerung die vielen musikalischen Aktivitäten bei allen Anlässen als Selbstverständlichkeit hinnehme, man müsse bedenken, wie viel Arbeit und Proben damit verbunden sind. Die über eintausend Musiker in den 26 Musikvereinen des Bezirkes leisten bei über 700 Ausrückungen im Jahr und entsprechenden Proben hervorragende Kulturarbeit.

Für 15 Jahre aktives Musizieren wurde Michael Krapfenbauer, Musiker auf dem Flügelhorn, ausgezeichnet, für 25 Jahre Erich Lang, er spielt Tenorhorn und ist bekanntlich unser umsichtiger Vereinskassier. Der große Förderer und aktive Funktionär Vizeobmann Dr. Martin Scheikl wurde mit der Silbernen Ehrennadel bedankt.

Vor der Pause gab es noch einen Höhepunkt, die Uraufführung des überaus klangvollen Marsches „Mein Niederösterreich“ von Erich Weber senior. International angelegt war der zweite Teil des Konzertes. Nach der im mährischen Tempo gespielten „Heidrun-Polka“ von Franz Watz ist „Stop the Cavalry“ von Joan Lewie die musikalisch ausgeformte Bitte eines jungen englischen Soldaten, den Krieg zu beenden und ihm die Heimkehr zu ermöglichen. Zum
besonderen Höhepunkt des Konzertes wurde „Siesta“ von Heinz Lambrecht mit den ausgezeichneten Solotrompetern Herbert Bock, Erich Lang und Michael Hahn. Mit viel Charme wurde „Une belle histoire“ musiziert, französische Schlager der Sechzigerjahre, und mit der Musik von Herb Alpert ein effektvoller Schlusspunkt gesetzt.

© Gemeindezeitung Grafenschlag Nr. 83 März 2008


Manuel