Frühjahrskonzert mit umfassenden Ehrungen

Ehrungen beim Frühlingskonzert 2010

Zu einem besonderen kulturellen und gesellschaftlichen Höhepunkt wurde auch heuer wieder das Frühjahrskonzert unserer Gemeindeblasmusikkapelle Grafenschlag.

Ihm kommt ein besonderer Stellenwert zu, weil der scheidende Bürgermeister Engelbert Heiderer dieses Konzert zum Anlass nahm, um für das Kulturleben unserer Gemeinde verdiente Persönlichkeiten gebührend auszu- zeichnen. Aber auch der Bezirksobmann der BAG Zwettl im NÖ Blasmusikverband Johann Kainz konnte verdiente Musiker ehren.

Die Begrüßung nahm Obmann Franz Gretz vor und konnte an erster Stelle sozusagen zwei Bürgermeister begrüßen, den scheidenden Bürgermeister Engelbert Heiderer und seinen bereits sicheren Nachfolger Robert Hafner mit Gattin. Begrüßt wurden „Hausherrin“ Dir. Beate Kolm sowie Kindergartenleiterin Anneliese Schimani. Gretz freute sich über die Anwesenheit von Bezirksobmann Johann Kainz mit Gattin. Zahlreich ver- treten waren auch die Musikkapellen unseres Blasmusik- bezirkes Zwettl, nämlich Traunstein, Rappottenstein, Waldhausen, Ottenschlag, Marbach am Walde und Martinsberg, wo sozusagen der dritte Bürgermeister mitgekommen war, Musikvereinsobmann und künftiges Gemeindeoberhaupt Friedrich Fürst.

Vielfältiges Programm mit Niveau

Eröffnet hatte die Gemeindeblasmusikkapelle Grafen- schlag unter der langjährig bewährten Leitung von Josef Hofbauer mit „Herz Europas“, dem klangvollen Hymnus von Friedrich Rauch und Pflichtstück bei der Konzert- musikbewertung. Klare Tongebung und ansprechender musikalischer Vortrag konnten bereits sehr gefallen. Besinnung prägt die Komposition „Jesus, das ewige Wort“, religiöse Musik, mit welcher der Musikverein das Totengedenken verband.

Ganz andere, fröhlich bewegte Klänge wurden bei der gefälligen Komposition „Eine Reisemelodie“ angeschla- gen, die auch Selbstwahlstück bei der Konzertwertung im Vorjahr gewesen ist. Verbundenheit mit Österreichs großer Musiktradition bewiesen Orchester und Dirigent in sehr ansprechender Weise mit der Darbietung des Walzers „Karlsbader Sprudel“ von Joseph Lanner, der

elegant und musikantisch vorgetragen wurde. Nun ging es in südliche Länder. Das Tonbild „La Citadella“ des Niederländers Kees Vlak bot dem Orchester reichlich Gelegenheit, facettenreich zu musizieren und technische Schwierigkeiten zu meistern. Man hört gleichsam eingangs Wucht und Stärke des Baues heraus und erfreut sich dann am eifrigen festlichen Treiben unter südlichem Himmel. Ein erster Höhepunkt, auch vom fein abgestuften musikalischen Vortrag her, dem gleich als nächster Glanzpunkt der portugiesische Marsch „O Vitinho“ folgte, ein Klangfeuerwerk, das den ersten Konzertteil wahrhaft fulminant beschloss.

Wie auch bei den meisten anderen Konzerten unserer Musikvereine im Bezirk, ist der zweite Teil der Unter- haltungsmusik moderneren Stiles gewidmet, und da hatte unser Musikverein Grafenschlag heuer besondere Höhepunkte anzubieten, die auch bestens angekommen sind.

So gab es gleich zu Beginn des zweiten Teiles eine Pre- miere, die einen wahren Beifallssturm hervorgerufen hat. Bei dem im volkstümlichen Stil gehaltenen Walzer „Die schönste Orchidee“ kamen zum fröhlich beschwingt musizierenden Orchester wunderschöne Stimmen hinzu. Es waren das Maria Stummer, Bernadette Trappl, Margit Rederlechner und Herbert Bock, die ihre gesang- liche Premiere im Rahmen unseres Musikvereines mit Bravour bestanden.

Nach „Rhythmus der Jugend“ kamen nun die wirklich modernen Rhythmen zur Geltung und ihrem Recht. „One Moment in Time“ wurde überaus stilvoll vorgetragen und „I will follow him“ aus „Sister Act“ bot wiederum dem Gesangsquartett Gelegenheit, lebendig und schwungvoll zu singen, was wiederum für einen Höhepunkt sorgte. Mit modernen Klängen wurde dann auch das Programm ansprechend beendet. Fritz Neuböck hat die Erfolgsnum- mern von Rainhard Fendrich in einem ungemein effekt- vollen, aber auch schwierigen Potpourri zusammenge- stellt, bei dem sich unser Musikverein und Kapellmeister Josef Hofbauer noch einmal von der besten Seite zeigen konnten. Zum offiziellen Abschluss war man dann so rich- tig in Stimmung für Dixierhythmen, also „In Dixie Mood“

Gedenken, Tätigkeitsbericht und Ehrungen

Dr. Martin Scheikl führte wiederum in vielfach bewährter Weise durch das Programm und wusste vor allem zu den Stücken viele informative Angaben zu bringen. Eingangs gedachte er aber auch, passend zum zweiten Musikstück,

in erhebender Weise der teuren verstorbenen Musik- kameraden Johann Wagner, Franz Steininger und Rupert Gerstbauer. Im Laufe des Konzertes kam er auch infor- mativ auf die Aktivitäten des Musikvereines zu sprechen. Besonders begrüßte Dr. Scheikl Johann Schönhofer, der bereits vor der Musikvereinsgründung in der Kapelle Gerstbauer mitgespielt hatte und nunmehr wiederum als Schlagwerker dem Verein angehört. Seitens des Musik- vereines gratulierte Dr. Scheikl auch dem so überaus verdienstvollen Musikmeister Josef Steininger zur Voll- endung des fünfzigsten Lebensjahres. Unsere Blasmusik- kapelle zählt derzeit 40 aktive Musikerinnen und Musiker und hatte im abgelaufenen Jahr 2009 32 Proben und 24 Ausrückungen.

Von Bezirksobmann Johann Kainz wurde Ilse Krapfen- bauer mit dem Ehrenzeichen in Bronze für mehr als 15 Jahre aktives Musizieren ausgezeichnet. Zwei Musik- kameraden widmen sich bereits seit mehr als 25 Jahren der Blasmusik, mit dem Ehrenzeichen in Silber wurden Herbert Bock und Robert Steininger ausgezeichnet. Schließlich hat sich Rudolf Dornhackl bereits seit mehr als vierzig Jahren dem Musizieren gewidmet und dafür wurde ihm das Ehrenzeichen in Gold verliehen.

Ehrung für und Dank an Bürgermeister Engelbert Heiderer

Bezirksobmann Johann Kainz erinnerte sich: Aus Anlass des Bezirksmusikfestes im Jahre 2004 hatte er den ersten Kontakt mit Bürgermeister Engelbert Heiderer gehabt und war freudig berührt vom Entgegenkommen und der Herzlichkeit dieses Bürgermeisters. So freute er sich ganz besonders, persönlich Bürgermeister Engelbert Heiderer die vom Musikverein Grafenschlag beantragte Goldene

Ehrennadel überreichen zu dürfen. Dies ist der sichtbare Ausdruck der Anerkennung der Dankbarkeit des Musik- vereines für die beispielgebende Unterstützung und verständnisvolle Förderung, die unser scheidender Bürgermeister während seines Wirkens unserem Musikverein angedeihen hat lassen. Die Leistungen von Bürgermeister Engelbert Heiderer würdigte auch Konzertsprecher und Vizeobmann Dr. Martin Scheikl entsprechend.

Die Gemeinde dankt den Musikern

Zu den bisherigen Ehrungen seitens der Gemeinde Grafenschlag, Ehrenbürgerschaft und Ehrenring, wurden im Februar 2009 zwei weiteres Auszeichnungen als sichtbarer Ausdruck der Anerkennung langjährigen und verdienstvollen Wirkens für die Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde geschaffen, die Ehrennadel in Silber und in Gold. Voraussetzungen dafür sind eine 15 – jährige bzw. 25 – jährige Tätigkeit für die Allgemeinheit. Diese Ehrennadel kann an Mitglieder des Gemeinderates, Ortsvorsteher, Mitglieder der Feuerwehr, der Musik- kapelle und anderer Vereine verliehen werden.

Diese Ehrennadel haben das Kommando der Feuerwehr und die Vorstände des Musikvereines und anderer Verei- ne bei der Gemeinde zu beantragen. Nach entsprechen- dem Antrag war das heurige Frühjahrskonzert der würdi- ge Anlass dafür, dass erstmals Bürgermeister Engelbert Heiderer Ehrennadeln der Marktgemeinde Grafenschlag in Silber verleihen konnte, eben an langjährige und entsprechend verdienten Mitgliedern unserer Musik- kapelle.

Mit der Ehrennadel in Silber wurden ausgezeichnet 

Obmann Franz Gretz und seine Stellvertreter Johann Hahn und Dr. Martin Scheikl, Kapellmeister Josef Hofbauer und sein Stellvertreter Mag. Franz Hofbauer, Musikmeister Josef Steininger, Kassier Erich Lang, Schriftführerin Helga Steininger, sowie die Musikerinnen und Musiker Herbert Bock, Rudolf Dornhackl, Johannes Frühwirt, Rupert Gerstbauer, Ilse Krapfenbauer, Erwin Meneder, Martin Meneder, Robert Steininger, Bernadette Trappl und Erich Weber junior.

Obmann Franz Gretz dankte Bürgermeister Engelbert Heiderer und dem Gemeinderat für die durch diese Auszeichnungen zum Ausdruck gebrachte Anerkennung der Kulturarbeit der Musiker. Er verwies darauf, dass der Musikverein auch außerhalb der Gemeindegrenzen immer wieder für die Gemeinde geworben hatte und versprach, dass das Orchester sich auch künftig, wie bisher, in den Dienst unserer Gemeinde und ihrer Bevölkerung stellen werde.

© Gemeindezeitung Grafenschlag Nr. 92 Juni 2010


Manuel

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